Körper-Symptome sind wichtige Hinweise

Körper-Symptome ernst nehmen

Meistens sind es Menschen ab der Lebensmitte, die zu mir kommen.  Viele stehen unter enormen Druck und kümmern sich zu wenig um sich selbst.

Anlass,  an einem Eutonie Kurs teilzunehmen oder in eine Einzelbegleitung sind häufig körperliche Beschwerden. Verspannte Schultern, schmerzende Rücken oder Gelenke.  Oder sie können schlecht schlafen, knirschen mit den Zähnen.  Solche körperlichen Symptome sind oft Hinweise darauf, dass etwas nicht im Lot , nicht in Balance ist. Dass das Leben sich gerade nicht so anfühlt, wie wir es uns wünschen.

Körperliche Anspannung ist meist auch Ausdruck einer seelischen Anspannung.

Körper-Symptome geben wichtige Hinweise über unsere Befindlichkeit. Unsere Sprache benennt es ziemlich klar: Wir fühlen uns bedrückt und alles lastet auf unseren Schultern.  Der Stress sitzt im Nacken.  Wir sind Gram gebeugt oder beißen die Zähne zusammen. Wir fahren leicht aus der Haut oder werden dünn-häutig. Wir verlieren den Boden unter den Füßen, es verschlägt uns den Atem – um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

  • Wenn wir lernen, z.B. die verhärtete Nackenmuskulatur zu entspannen, verändert sich damit auch unsere Stimmung. Wir fühlen und gelöster und befreiter. Oder wir fühlen eine Last von den Schultern gleiten.
  • Wenn wir uns wohl in unserer Haut fühlen, fühlen wir uns auch selbstbewusst. Wir können entscheiden, ob wir uns abgrenzen möchten oder in den Kontakt gehen. Sind einfach mehr bei uns, präsenter.
  • Wenn wir unsere Füße gut spüren und den Boden darunter, wenn wir uns leicht und ohne Mühe aufrichten: Dann stehen wir anders in der Welt und strahlen das auch aus. Vielleicht werden wir mit der Zeit noch eigenständiger. Stehen aufrichtiger zu uns und unseren Bedürfnissen.
  • Wenn wir durch die Eutonie unserem Brustraum wahrnehmend begegnen, normalisiert sich der Tonus (die Spannung) der Atemmuskulatur und der Atem kann frei und natürlich fließen. Dann atmen wir auf. Statt Enge ist da auf einmal Weite, Bewegung, Lösung, Lebendigkeit.

Nicht selten löst das Beschäftigen mit dem Körper auch Emotionen aus.  Manchmal fließen Tränen  –  aber noch häufiger erlebe ich ein glückliches Strahlen oder gar ein herzhaftes Lachen nach einer Eutoniestunde.

Gute Spannung – gute Stimmung. Das meint auch das Wort Eutonie, das sich aus dem griechischen Eu für gut und Tonus für Spannung oder Stimmung herleitet.

Gibt es Menschen, für die Eutonie nicht geeignet ist?

Grundsätzlich kann jeder Mensch, der sich auf sich und seinen Körper einlassen will, Eutonie üben.  Ob er körperlich eingeschränkt ist oder sich gut bewegen kann.  Einige Kolleginnen arbeiten in psychosomatischen oder neurologischen Kliniken mit den Patienten.

Kontraindikationen für die Eutonie sind akute schwere körperliche oder psychische Erkrankungen. Eutonie ist  keine Heilbehandlung sondern ergänzt die ärztliche oder therapeutische Behandlung.

Hier kannst Du mein Interview mit Kerstin Frei auf YouTube sehen

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