Mehr Körperglück durch achtsame Körperarbeit

"Körperglück" ist eine Wortschöpfung von Werner Bartens. Kürzlich habe ich das gleichnamige Buch des  Mediziners und Sachbuchautors gelesen und da hat es bei mir gefunkt: Ja, das ist es, was ich durch die Körperarbeit in der Eutonie Gerda Alexander ® erlebe. Werner Bartens hat mich mitgenommen  auf eine Reise in die jüngere Wissenschaftsforschung, die überzeugend darstellt, wie eng Körper und Seele miteinander verbunden sind.

Körperglück, das ist seiner Aussage nach ein „Zustand allgemeinen Wohlseins und Sich-Wonnig-Fühlens“, eben Eu-Tonus, Wohl-Spannung, oder wie ich manchmal sage: Gute Spannung, gute Stimmung.

Seit ein paar Jahren erforschen Wissenschaftler verstärkt die Kraft der Psyche und deren Wirkung auf den Körper. Gerda Alexander wusste durch ihre Beobachtung und Erfahrung: Wir können mit unserer Aufmerksamkeit, die wir auf verschiedene Körperbereiche lenken, unseren Tonus, d.h. den Spannungsgrad unserer Muskulatur und Faszien beeinflussen. Nun stellt auch die Wissenschaft fest, dass die Psyche  körperliche Phänomene beeinflusst, die auf der Ebene von Molekülen, Zellen und Genen nachweisbar sind.

Das gilt natürlich nicht nur für unsere Aufmerksamkeit, sondern auch um unsere Gefühle und welche Bedeutung man etwas gibt.  Bartens in der Rheinischen Post: „Seit 20, 30 Jahren gibt es in großen klinischen Studien Erkenntnisse darüber, wie Depressionen frühen Herzinfarkt auslösen, dass Streit das Blut dick macht und unzufriedene Menschen früher Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre bekommen. Seit diesem Jahrtausend haben wir die Erkenntnisse der Molekular- und Transmitterstudien, die das Ganze auf einer Mikroebene auch noch beweisen. Ein regelrechtes Schlüsselerlebnis hatte ich beim Festvortrag eines kanadischen Neurobiologen, der auf einer Tagung der Psychosomatiker zeigte, dass auch auf der Ebene der Moleküle und Gene nachweisbar ist, wie sich enge und zärtliche Bindungen positiv auf die Gesundheit auswirken.“

Eutonie Gerda Alexander® ist eine Methode des somatopsychischen Lernens, in dem es darum geht, positive Körpererfahrungen zu vermitteln. Die Aufmerksamkeit nicht nur auf die schmerzenden Schultern zu richten, sondern zu fragen – wie erlebe ich meinen Körper als Ganzen? Wo fühlt es sich gut an? In welchen Bereichen fühle ich mich getragen, wo kann ich mich noch mehr der Schwerkraft überlassen und entspannen?

Durch  aufmerksame und achtsame Zuwendung zum eigenen Körper bekommen wir ein anderes und positiveres Verhältnis zum eigenen Körper. Und das wirkt wieder, wie wir jetzt auch wissenschaftlich wissen, positiv auf das eigene Wohlbefinden und auf die Gesundheit.

Wenn eine Teilnehmerin wie letztlich nach einer Stunde sagt: "Jetzt fühle ich mich richtig wohlig und entspannt" - dann ist das doch erlebbares Körperglück...

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