Unsere Füße – ein Meisterwerk

Wie geht’s, wie steht’s?
Unser Wohlbefinden hat mehr mit unseren Füßen zu tun, als wir denken!

Unsere Füße tragen uns durchs Leben

Viele Jahre lang tragen uns unsere Füße tausende Schritte zuverlässig durch den Alltag.  aber wir sind uns dessen kaum bewusst. Wir schenken ihnen sie erst unsere Aufmerksamkeit, wenn wir uns eine Blase gelaufen haben, es Druckstellen gibt oder sich eine schmerzhafte Fußfehlstellung entwickelt hat. Dabei sind unsere Füße zum Spüren und Wahrnehmen wie geschaffen: Tausende Nervenenden und Sensoren an den Sohlen der Füße melden jedes kleine Steinchen in den Schuhen, machen jeden Schritt über spitze Kiesel zu einem Eiertanz und den Spaziergang über den Strand zu etwas sehr Entspannendem. In unseren Füßen befinden sich mehr Sinneszellen als in unserem Gesicht.

Wunderwerk Füße

Unsere Füße schenken uns Stütze, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Wir können mit ihnen gehen, rennen, springen, tanzen, balancieren und vieles mehr. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, sind sie beeindruckend komplex konstruiert. 26 Knochen (+ 2 Sesambeinchen), 27  Gelenke, 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen machen sie zu einem hoch funktionalen Meisterwerk.

Um den Herausforderungen des aufrechten Ganges gewachsen zu sein, hat sich der menschliche Fuß anders entwickelt, als der anderer Säugetiere: Im hinteren Abschnitt des Fußes liegen die Knochen übereinander, im mittleren und vorderen Bereich dagegen nebeneinander. Dadurch entsteht auf der Innenseite des Fußes ein ausgeprägtes Längsgewölbe und im hinteren Mittelfuß ein von innen nach außen verlaufendes Quergewölbe. Diese Gewölbe werden durch Muskeln verspannt und durch Bänder und Sehnen stabilisiert. Dank dieser Form liegen gesunde Füße niemals mit der gesamten Fläche auf. Nur deshalb kann das Körpergewicht erstklassig verteilt werden. So sind die Gewölbe hervorragende Stoßdämpfer.

Fußfehlstellungen

Den ganzen Winter über sperren wir unsere Füße in dicke Schuhe und Stiefel ein. Dabei lieben die Füße es, sich barfuß über verschiedene Untergründe zu bewegen. Unsere Füße sind neben den Händen einer der Zentren des Tastsinns, aber wir gönnen ihnen meist wenig Anregung, dieses Vermögen auch einzusetzen.

Auch, dass wir einen großen Teil des Tages sitzend verbringen, tut unseren Füßen nicht gut. Wenn wir sie nicht bewegen, verkümmert ihre Muskulatur allmählich. Und dann muten wir ihnen aus dem Stand manchmal ganz viel zu und wundern uns, dass es nicht mehr „so läuft“ und sie uns wehtun. Füße werden fehlbelastet und überstrapaziert durch zu enges oder hohes Schuhwerk oder langes Laufen auf festen, glatten Boden.

Bei vielen Menschen sind die Fußgewölbe deshalb mehr oder weniger deformiert. Das kann bei Übergewicht passieren oder auch bei einer untrainierten Fußmuskulatur. Besonders weit verbreitet sind Senk- und Plattfüße. Die daraus entwickelnde Fußfehlstellungen, wie zum Beispiel der Hallux, können sehr schmerzhaft sein.

Gute Gründe sich mit Eutonie um die Füße zu kümmern

Es gibt also gute Gründe, den eigenen Füßen wieder deine volle Aufmerksamkeit zu schenken: Es ist nie zu spät, aktiv und eigenverantwortlich etwas für die eigene Fußgesundheit zu tun!

Mithilfe der Eutonie entdecken wir unsere Füße und ihre Bewegungsfähigkeit neu. Barfuß, bzw. nur mit dicken Socken umhüllt, begegnen sie verschiedenen Materialien. Die Eutonie schult die Selbstwahrnehmung (Propiozeption) der Fuß- und Zehenstellung und -Bewegung.  Dies ist wichtig, um im ganzen Körper einen Ausgleich von Haltung und Muskelspannung herbeizuführen, den Tonus auszugleichen und in die Wohlspannung zu kommen.

Wir erproben Übungen, die wir in unseren Alltag mit einbeziehen können. Denn die mit Abstand wirkungsvollste Fuß-Übung ist der alltägliche Gebrauch der Füße (möglichst ohne Schuhe). Durch ein Training der Fußmuskulatur können wir einer unnatürlichen Fußstatik, der damit verbundenen chronischen Fehlbelastung und den resultierenden Fußbeschwerden aktiv vorbeugen und entgegenwirken.

Barfußlaufen, vor allem auf weichem Grund ist dafür eine tolle Gelegenheit. Die Eutonie bietet zudem noch viele andere spannende und entspannende Möglichkeiten, die eigenen Füße wahrzunehmen und spielerisch ihre Bewegungsmöglichkeiten zu entdecken und zu erhalten.

Martina Kreß

Gesund zu Fuß1

 

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