Unsere Füße – ein Meisterwerk

Viele Jahre lang tragen uns unsere Füße tausende Schritte zuverlässig durch den Alltag.  aber wir sind uns dessen kaum bewusst. Wir schenken ihnen sie erst unsere Aufmerksamkeit, wenn wir uns eine Blase gelaufen haben, es Druckstellen gibt oder sich eine schmerzhafte Fußfehlstellung entwickelt hat. Dabei sind unsere Füße zum Spüren und Wahrnehmen wie geschaffen: Tausende Nervenenden und Sensoren an den Sohlen der Füße melden jedes kleine Steinchen in den Schuhen, machen jeden Schritt über spitze Kiesel zu einem Eiertanz und den Spaziergang über den Strand zu etwas sehr Entspannendem. In unseren Füßen befinden sich mehr Sinneszellen als in unserem Gesicht.

Unsere Füße schenken uns Stütze, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Wir können mit ihnen gehen, rennen, springen, tanzen, balancieren und vieles mehr. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, sind sie beeindruckend komplex konstruiert. 26 Knochen (+ 2 Sesambeinchen), 27  Gelenke, 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen machen sie zu einem hoch funktionalen Meisterwerk.

Um den Herausforderungen des aufrechten Ganges gewachsen zu sein, hat sich der menschliche Fuß anders entwickelt, als der anderer Säugetiere: Im hinteren Abschnitt des Fußes liegen die Knochen übereinander, im mittleren und vorderen Bereich dagegen nebeneinander. Dadurch entsteht auf der Innenseite des Fußes ein ausgeprägtes Längsgewölbe und im hinteren Mittelfuß ein von innen nach außen verlaufendes Quergewölbe. Diese Gewölbe werden durch Muskeln verspannt und durch Bänder und Sehnen stabilisiert. Dank dieser Form liegen gesunde Füße niemals mit der gesamten Fläche auf. Nur deshalb kann das Körpergewicht erstklassig verteilt werden. So sind die Gewölbe hervorragende Stoßdämpfer.

Leider sind  bei vielen Menschen die Fußgewölbe mehr oder weniger deformiert. Das kann bei Übergewicht passieren oder auch bei einer untrainierten Fußmuskulatur. Besonders weit verbreitet sind Senk- und Plattfüße. Die daraus entwickelnde Fußfehlstellungen, wie zum Beispiel der Hallux, können sehr schmerzhaft sein.

Aus diesem Grund sollten wir unseren Füßen mehr Aufmerksamkeit schenken und sie beweglich halten und so die Fußmuskulatur stärken. Barfusslaufen, vor allem auf weichem Grund ist dafür eine tolle Gelegenheit. Die Eutonie bietet zudem noch viele andere spannende und entspannende Möglichkeiten, die eigenen Füße wahrzunehmen und spielerisch ihre Bewegungsmöglichkeiten zu entdecken und zu erhalten.

Martina Kreß

Gesund zu Fuß1

 

Kommentare sind deaktiviert